Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Allgemeine Information zur TCM/Akupunktur

Was ist TCM?

Die TCM ist ein fernöstliches Behandlungsmodell, dass sich auf ca. 4000 Jahre lange genaueste Beobachtungen von Reaktion und Gegenreaktion im Menschen stützt. Dadurch kennt die TCM feinste Regulationsmöglichkeiten zur Gesunderhaltung.
Bis heute entwickelt sie sich stetig weiter.

    Wie wirkt die Akupunktur?

    1. Analgetische Wirkung:
      Die schmerzlindernde Wirkung ist von allen klinischen Effekten am besten untersucht. Durch setzen der Akupunkturnadeln kommt es zur Stimulation von Nervenzellen, die darauf hin Impulse zum Rückenmark senden. Dies führt im Rückenmark zur Freisetzung von körpereigenen, schmerzhemmenden Substanzen.
      Ausserdem werden die Impulse an das Mittelhirn weitergeleitet. Es kommt unter anderem zur Freisetzung von Serotonin und Noradrenalin, die rückwirkend die Schmerzweiterleitung verhindern. Ankommende Impulse im Hypothalamus werden dort vor allem von Endorphinen in der Schmerzübertragung blockiert.

    Des weiteren sind bekannt:

    2. Psychischen Wirkungen - es lassen sich sedierende oder vitalisierende Wirkungen auslösen
    3. Immunmodulierende Wirkung - z.B. zur Dämpfung von allergischen Reaktionen
    4. Vegetativ-homöostatische Wirkung - stabilisierende Wirkung auf Blutzucker und bei Bluthochdruck
    5. Motorische Wirkung - z.B. durch Nachlassen des Muskeltonus kommt es zu einer besseren Beweglichkeit


Ellenbogen

Bildrechte: Olivier Al. Klotz, Modell: Izumi Saito

Einige herausragende Begriffe in der TCM sind:

Yin und Yang
In der TCM hat alles zwei Seiten – Yin und Yang. Im Idealfall liegen beide in einem ausgeglichenen Verhältnis vor.
Yin steht u.a. für Nässe und Feuchtigkeit, Kälte, Unten, Dunkelheit und Passivität
Yang steht u.a. für Wärme und Hitze, Oben, Helligkeit und Aktivität

Meridiane

Meridiane sind Leitbahnen im lebendigen Körper. Durch sie fließt das Qi (Lebensenergie). Es gibt 12 Hauptmeridiane, die den menschlichen Körper, ähnlich einem Netz, durchziehen.

Qi
Das Qi zirkuliert in den Meridianen. Es wird uns vorgeburtlich von unseren Eltern mitgegeben. Nachgeburtlich wird es von verschiedenen Faktoren beeinflusst, so zum Beispiel Ernährung und Lebensführung.

Behandlunhsinhalte der TCM

Knie

Bildrechte: Olivier Al. Klotz, Modell: Izumi Saito

Akupunktur...
... ist das setzen feiner Nadeln an bestimmten Punkten am Körper, den Akupunkturpunkten. Es dient zur Regulierung des Qi.

Moxibustion...
... ist eine Therapie unter Zuhilfenahme von Beifußkraut. Punktuelle Wärmeentwicklung erweitert die Wirkung der Akupunktur.

Kräuterrezepturen...
...werden je nach Diagnose individuell bestimmt. Sie unterscheiden sich in Aussehen und Geschmack ein wenig von europäischen Kräutern.

Bewegung...
...in das Leben zu bringen ist wichtig, um dass Qi harmonisch fließen zu lassen. Bewegungsformen an der frischen Luft, Qi Gong, Gymnastik oder Yoga bieten sich hervorragend dazu an, um Bewegung in den täglichen Ablauf zu integrieren.

Ernährung...
...macht nicht nur satt, sondern nährt uns von innen heraus. Die Qualität der Nahrung bestimmt zu einem großen Teil, wie wir uns fühlen. Die TCM bietet eine Möglichkeit, sich gesund und genußvoll zu ernähren. Wenige regelmäßig angewandte Tipps können hier viel bewirken.